• Der Kunstsammler e.V. wurde am 23. Februar 2016 mit dem Ziel gegründet, den bisher nicht organisierten Kunstsammlern eine institutionelle Basis in der öffentlichen Diskussion über den Kulturstandort Deutschland zu verschaffen. Dem Verein geht es hierbei maßgeblich um die Förderung von Kunst und Kultur.

  • In Zeiten knapper Kulturetats und eines im Spitzenbereich ausufernden globalen Kunstmarktes will der Verein mit öffentlichen Veranstaltungen, Gutachten von unabhängigen Sachverständigen und durch die Künstlerförderung Beiträge zur Stärkung der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des deutschen Kunstbetriebs bieten.

  • Der Kulturstandort Deutschland ist im europäischen Vergleich stark benachteiligt: Mehrwertsteuer, Künstlersozialkasse, Folgerecht und die jetzt u.a. eingeführten erhöhten Sorgfaltspflichten durch das Kulturgutschutzgesetz (KGSG) führen nachweislich zu einer Verlagerung ins Ausland und schaden in letzter Konsequenz der inländischen Künstlerförderung.

Mitteilungen

  • Mitgliederversammlung 29. Juni 2018
    Im Anschluss an die Mitgliederversammlung sind wir in Potsdam in die Villa Schöningen unseres Vereinsmitglieds Mathias Döpfner mit einer Ausstellung der Künstlerinnen Jorinde Voigt und Alicja Kwade und am Abend zur Eröffnung der Gerhard-Richter-Ausstellung im Museum Barberini eingeladen. So weit die schöne Seite der Kunst, aber sachlich stehen ganz schwierige Entscheidungen an. Es geht um die Evaluierung des KGSG im August 2018, und es droht Ungemach aus Brüssel. Die EU steht kurz vor der Verabschiedung einer Einfuhrverordnung für Kulturgut im Herbst 2018, die den Kulturgutverkehr nach Europa massiv einschränken wird. Sie wird in eklatantem Widerspruch zum deutschen Kulturgutschutzgesetz stehen und wirft dadurch enorme Probleme auf. Kommt es doch noch zur Wende im Kulturgutschutz?

  • Europäischer Kulturgutschutz in der Sackgasse? Symposium April 2018
    Neue EU-Verordnung COM(2017) 375 zur Regelung der Einfuhr von Kulturgütern in den Zollbereich der Union kollidiert mit zentralen Regelungen des KGSG und des UNESCO-Übereinkommens. Wichtige Bestimmungen wie die Festlegung neuer Kategorien der Kulturgüter, die vorgesehene Altersgrenze von 250 Jahren, Fragen der Beweislast und der Dauer behördlicher Untersuchungen sind noch zu klären, aber Kompromisse werden gefunden. Alles spricht dafür, dass die EU-VO noch 2018 verabschiedet und als höherrangiges europäisches Recht wesentliche Teile des KGSG außer Kraft setzen wird. Referent ist Vincent Geerling, Chairman der International Association of Dealers in Ancient Art (IADAA) und Kunsthändler für Antiken in Amsterdam.

  • Mitgliederversammlung 2017:
    Nicht zuletzt im Hinblick auf die politische Konstellation nach der Bundestagswahl gibt es viel zu bewirken. Wir werden die Probleme des Gesetzes mit Fallbeispielen aus der jüngsten Praxis belegen und über die mit Unterstützung des Kunstsammler e. V. eingereichten Verfassungs- und Europabeschwerden berichten. Eine Gegenüberstellung der alten und neuen Regelungen des Kulturgutschutzes wird vorgestellt.

  • Bürokratie und Kostenaufwand des KGSG:
    Am 7. Juli 2017 fand in München ein öffentliches Symposium zum Thema Bürokratie und Kostenaufwand des KGSG in der Hanns-Seidel-Stiftung statt. Herr Prof. Falckenberg, Herr Dr. Hartung, Frau Dr. Berking und Herr Dr. Andreas berichteten über elf Monate Erfahrungen mit dem Kulturgutschutzgesetz und seine Umsetzung in der Praxis.

  • Umgang mit NS-Raubkunst aus Privatbesitz:
    Im Februar 2017 organisierte Beiratsmitglied Dr. Andreas eine Veranstaltung zum Thema „Umgang mit NS-Raubkunst aus Privatbesitz. Möglichkeiten der Provenienzforschung und Restitution“ in Frankfurt. Als Gastredner waren zudem Dr. Sibylle Ehringhaus und Michael Eggert eingeladen.

  • Die Versammlung am 15. September 2016
    diente der Aufarbeitung des neuen KGSG, welches am 6. August 2016 in Kraft getreten ist. Das Gesetz lässt viele entscheidende Fragen, z.B. hinsichtlich des Bürokratie- und Kostenaufwandes offen, sodass starke Zweifel bestehen, ob das KGSG in der Praxis wirksam umgesetzt werden kann. Nach zwei Jahren sollen die gesetzlichen Bestimmungen evaluiert werden (§ 89 KGSG).

  • Aufklärung über das Kulturgutschutzgesetz:
    In einer Art Schleppnetzverfahren werden jetzt auch im bisher freien EU-Binnenmarkt umfassende Ausfuhrkontrollen durchgeführt, um Objekte zu erfassen, die als national wertvolles Kulturgut eingeschätzt werden könnten. Diese gravierende Beschränkung des Kunsthandels und der privaten Verfügbarkeit hat jetzt bereits dazu geführt, dass eine Vielzahl von Künstlern, Händlern und Sammlern wesentliche Teile ihrer Bestände ins Ausland verbracht haben.

  • Informationen zum Herunterladen:

    Die Satzung des Kunstsammler e.V. vom 23.02.2016

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